Erste Preisverleihung des Waldpreis Ostallgäu

Um die Leistungen des Waldes und damit auch der Waldbesitzer zu würdigen und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, lobten die vier Ostallgäuer Forstbetriebsgemeinschaften Füssen, Halblechtal, Kaufbeuren und Marktoberdorf einen Preis für vorbildliche Waldwirtschaft in ihrem Wirkungsbereich aus

 

Bild 1: Waldbestand Zech

 

Erster Ostallgäuer Waldpreis 
Der Wald bedeckt rund ein Drittel der Fläche des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren. Er erfüllt sowohl wirtschaftliche wie ökologische und soziale Belange. Wälder erhalten Arbeitsplätze im ländlichen Raum, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und bieten Erholungsraum für die Bevölkerung.
Dies ist keine Selbstverständlichkeit, denn nur durch die naturnahe Bewirtschaftung der Waldbesitzer werden Waldbilder geschaffen, die allen Bedürfnissen gerecht werden.
Um diese Leistungen zu würdigen und der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, lobten die vier Ostallgäuer Forstbetriebsgemeinschaften Füssen, Halblechtal, Kaufbeuren und Marktoberdorf einen mit 1.000,-- € dotierten Preis für vorbildliche Waldwirtschaft in ihrem Wirkungsbereich aus.
 
Bewertungskriterien  
Die sechs Bewertungskriterien waren:
Standortgemäße Baumartenzusammensetzung
Pflegezustand und Erschließung
Einhaltung der PEFC-Kriterien
Verbissbelastung
Ästhetik des Waldbildes
Engagement des Waldbesitzers
 
Bewerbungen 
Es gingen 29 Nominierungen ein. Der Unterschied zwischen den Waldbesitzern war enorm. Die Flächengröße lag zwischen 2 und 4.500 Hektar. Es beteiligten sich Privatwaldbesitzer, Nutzungsrechtler, Waldgenossen sowie Stadt- und Gemeindewälder. Die Bestände befanden sich im Norden des Landkreises auf besten Ackerböden und reichten im Süden bis in die Felsregion.
Die Vorschläge betrafen ausschließlich vorbildliche Waldungen. Deshalb war es sehr schwierig, die Besten zu ermitteln. Die vier Berater der Forstbetriebsgemeinschaften Andreas Schneider, Bruno Reichel, Harald Husel und Franz Nöß führten eine Vorauswahl durch. Die Jury, bestehend aus jeweils einem Vertreter der vier FBG’s, des Bayerischen Bauernverbandes, des Bayerischen Jagdverbandes, der Unteren Naturschutzbehörde und dem ALF Kaufbeuren hatten die nicht leichte Aufgabe, den ersten Preisträger und die weiteren Platzierten zu ermitteln.
 
Bild 2: Preisträger und Platzierte (von links): Werner Hipp, KiSt Stötten; Franz Nöß, Berater FBG Füssen; Angelika Schorer, MdL; Christine Zech; Prinz Luitpold von Bayern; Karl Zech; Franz Hengge, KiSt Stötten; Christa Rodenkirchen, FBG Füssen; Georg Holzheu; Robert Berchtold, Bereichsleiter ALF Kaufbeuren; Annelies Holzheu
 
Preisträger
Erster Preisträger ist das Ehepaar Christine und Karl Zech aus Friesenried, das vom Schirmherrn Prinz Luitpold von Bayern ein Holzschild, eine Urkunde, eine CD mit Bildern von dem prämierten Waldbestand und einen Scheck entgegennahm.
Die Entscheidung über die weitere Platzierung von Platz zwei bis fünf fiel so knapp aus, dass die Waldbesitzer nur in alphabetischer Reihenfolge genannt wurden und jeweils eine Nominierungsurkunde und eine CD mit Waldbildern überreicht bekamen. Es waren dies die Stadt Buchloe, Annelies und Georg Holzheu aus Wald, Kirchenstiftung Stötten und die Waldkörperschaft Buching-Trauchgau.
Bild 3: Jury (von links): Josef Amberger, BBV; Christa Rodenkirchen, FBG Füssen; Alois Altmann, BJV; Bruno Reichel, Berater FBG Kaufbeuren; Robert Berchtold, ALF Kaufbeuren
 
Das Urteil der Jury zum ersten Preisträger Zech lautete: „Sehr konsequenter und erfolgreicher Waldumbau; gute Verbindung zwischen Holznutzung und –vermarktung; abwechslungsreicher und kleinstrukturierter Bestand; Verbissbelastung durch Erlangung des Jagdscheines und Mitpacht in den Griff bekommen; sehr hohes forstliches Engagement.
 
Finanzierung 
Die Finanzierung konnte durch 15 Sponsoren und Mitteln der beteiligten Forstbetriebsgemeinschaften gesichert werden. Es sagten der Landkreis, die Stadt Kaufbeuren, Geldinstitute, Landmaschinenhersteller und –händler, Pflanzenfirmen und die Juryinstitutionen ihre Hilfe zu.
 
Preisverleihung
Die gelungene Preisverleihung im Walderlebniszentrum Füssen/Ziegelwies wurde von der Roßgauer Ziachmusik musikalisch umrahmt und mit einem Büfett abgeschlossen.
Bild 4: FBG-Vorsitzende (von links): Christa Rodenkirchen, Füssen; Johann Nägele, Marktoberdorf; Klaus Linder, Halblechtal; Karlheinz Sobek, Kaufbeuren
 
Wiederholung 
Durch die positive Resonanz auf den 1. Ostallgäuer Waldpreis ist eine Wiederholung in zwei Jahren geplant.
Das ALF Kaufbeuren unterstützte und förderte vor allem durch die Forstlichen Berater und den Mitarbeitern des Walderlebniszentrums den Waldpreis wesentlich.
Bild 5: Schirmherr Prinz Luitpold von Bayern

 


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