Regionale Ergebnisse der Cluster - Studie Forst und Holz

Schwaben hat gute Chancen, zu einem Zugpferd der Forst- und Holzbranche zu werden. Knapp sechs Milliarden Euro - etwa ein Fünftel des gesamtbayerischen Umsatzes - werden im schwäbischen Regierungsbezirk erwirtschaftet, sagte Forstminister Miller am 08.11.2007 in Augsburg bei der Vorstellung der Regionalergebnisse der Cluster – Studie "Forst und Holz in Bayern".

 

Knapp sechs Milliarden Euro, also fast 20 Prozent des gesamtbayerischen Umsatzes dieses Sektors werden im hiesigen Raum erwirtschaftet

Schwaben steht nach Oberbayern an zweiter Stelle. Auch beim Holzvorrat ist der Regierungsbezirk mit 428 Kubikmeter Holz pro Hektar Waldfläche absolute Spitze – bayernweit sind es im Schnitt 403 Kubikmeter. Rund 28 000 Mitarbeiter beschäftigt die schwäbische Forst- und Holzwirtschaft, nur im Maschinenbau und in der Metallindustrie sind es noch mehr.

Beigetragen zu dieser positiven Entwicklung hat nach Aussage Millers die vorbildhafte Kooperation der regionalen Akteure. „Viele Betriebe und Unternehmen der schwäbischen Forst- und Holzwirtschaft leben den Cluster-Gedanken bereits. Sie haben erkannt, welche Vorzüge vertrauensvolle Zusammenarbeit und Vernetzung bieten kann“, so der Minister. Die beiden Regional-Initiativen „Holzforum Allgäu“ und „Netzwerk Forst und Holz“ in Augsburg sind laut Miller beispielgebend für andere Regionen, in denen es solche Einrichtungen bislang noch nicht gebe. Gemeinsam sollen die regionalen Ergebnisse der Cluster-Studie nun ausgewertet und in Projekte umgesetzt werden, um die Stärke dieses wichtigen Wirtschaftssektors in Schwaben weiter auszubauen.

"Bloß nicht hinter den Bäumen verstecken", riet Axel Jentsch von der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung zu mehr Selbstbewusstsein der Branche. Der hohe Anteil klein- und mittelständischer Firmen, eine breite Angebotsstruktur vom Schnittholz bis zum Fertighaus und innovative Holzbaubetriebe zählt Jentsch zu den Stärken der Region. Als Schwachstelle hat der Fachmann Marketing und Vertrieb ausgemacht. Einer der Gründe, warum sich am Donnerstag zahlreiche Waldbesitzer, Sägewerkbetreiber, Holz- und Papiergroßhändler getroffen haben. Die Akteure der Branche sollen sich besser aufeinander abstimmen, um schlagkräftiger für einen globalen Wettbewerb zu werden. "Hier muss die Wertschöpfungskette wachsen", so Miller.

Die aus der Studie gewonnen Erkenntnisse wurden im Rahmen der Regionalkonferenz für den Regierungsbezirk Schwaben regionalisiert dargestellt. Anschließend wurden in Arbeitskreisen gemeinsam von allen Akteuren der Branche Umsetzungsmöglichkeiten und Leitprojekte erarbeitet.

Aktuelle Informationen zum Cluster Forst und Holz erhalten Sie im Infoportal des Clusters.


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